Pflanzenfibel
Vermehrung

Rhipsalis vermehren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

So vermehren Sie Rhipsalis erfolgreich – alle Methoden, der beste Zeitpunkt und die häufigsten Fehler.

Rhipsalis baccifera3 Min. LesezeitPflegeaufwand: Einsteiger
Rhipsalis – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Frank Vincentz · CC BY-SA 3.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.

Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.

Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Bei Vergiftungsverdacht: Für Menschen in Österreich Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Informationen des Gesundheitsportals). Für Tiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Aus einer Pflanze werden viele: Rhipsalis lässt sich zuverlässig vermehren. Das spart Geld, ergibt wunderbare Geschenke und verjüngt ältere Exemplare.

Der beste Zeitpunkt

Ideal ist das Frühjahr zwischen März und Juni. Dann sind die Tage lang, die Temperaturen steigen und die Pflanze steckt ihre Energie in neues Wachstum. Jungpflanzen bilden in dieser Phase am schnellsten Wurzeln. Im Herbst und Winter gelingt die Vermehrung zwar auch, dauert aber deutlich länger.

Geeignete Methoden im Überblick

  • Kopfstecklinge

Kopfstecklinge

Schneiden Sie im Frühjahr einen 10–15 cm langen Triebabschnitt direkt unter einem Blattknoten ab. Entfernen Sie die unteren Blätter, lassen Sie die Schnittstelle kurz antrocknen und stecken Sie den Steckling in feuchtes Anzuchtsubstrat. Eine übergestülpte Folienhaube erhöht die Luftfeuchtigkeit; nach drei bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln.

Das brauchen Sie

  • Scharfes, desinfiziertes Messer oder Schere
  • Kleine Töpfe (6–9 cm) mit Abzugsloch
  • Nährstoffarme Anzuchterde, gemischt mit Perlite
  • Sprühflasche mit kalkarmem Wasser
  • Optional: Zimmergewächshaus oder Folienbeutel
  • Optional: Bewurzelungspulver

Nachsorge der Jungpflanzen

Stellen Sie die Jungpflanzen hell, aber ohne direkte Sonne auf, bei 20–24 °C. Lüften Sie Folienhauben täglich, um Schimmel zu vermeiden. Sobald sich deutlich neue Blätter zeigen, haben sich ausreichend Wurzeln gebildet. Nach etwa acht bis zwölf Wochen werden die Jungpflanzen in normale Pflanzerde umgesetzt.

Typische Fehler bei der Vermehrung

  • Zu nasses Substrat – Stecklinge faulen statt zu bewurzeln.
  • Zu kalter Standort – unter 18 °C stockt die Wurzelbildung.
  • Pralle Sonne unter der Folienhaube – es entsteht ein Hitzestau.
  • Ungeduld: Stecklinge zu früh herausziehen, um nachzusehen.

Profi-Tipp

Der Korallenkaktus wächst in der Natur auf Bäumen und mag es daher nicht vollsonnig.

Häufige Fragen

Wie vermehrt man Rhipsalis am einfachsten?

Am einfachsten über Kopfstecklinge.

Wie lange dauert die Bewurzelung bei Rhipsalis?

In der Regel drei bis acht Wochen, je nach Methode und Temperatur.

Kann man Rhipsalis im Wasser bewurzeln?

Das ist nicht die bevorzugte Methode – die Bewurzelung in Substrat ist bei dieser Art zuverlässiger.