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Pflege

Monstera Pflege: Der komplette Ratgeber

Alles über die Pflege von Monstera: Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen, Überwintern und typische Fehler – verständlich erklärt.

Monstera deliciosa3 Min. LesezeitPflegeaufwand: Einsteiger
Monstera – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz · CC BY-SA 4.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Monstera gehört zu den Zimmerpflanzen, die mit wenigen, aber richtigen Handgriffen über viele Jahre gesund bleiben. Die Art stammt aus der Familie der Aronstabgewächse und ist ursprünglich in Mittel- und Südamerika beheimatet. Die Pflege gilt als unkompliziert – ideal für Einsteiger und alle, die wenig Zeit haben.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei der Pflege ankommt – vom idealen Standort über das richtige Gießen bis hin zum Umtopfen und Überwintern.

Steckbrief auf einen Blick

Botanischer Name
Monstera deliciosa
Familie
Aronstabgewächse
Herkunft
Mittel- und Südamerika
Licht
hell, ohne direkte Mittagssonne
Gießen
mäßig – etwa 1-mal pro Woche im Sommer
Luftfeuchte
mittel
Mindesttemperatur
16 °C
Wuchs
schnell, bis ca. 200 cm
Pflegeaufwand
Einsteiger
Giftigkeit
leicht giftig

Standort

Monstera bevorzugt einen Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist. Gut geeignet sind Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster. Als Richtwert gelten 2.000–10.000 Lux – ein Wert, den Sie mit einer kostenlosen Lichtmesser-App am Smartphone grob überprüfen können.

Die Temperatur sollte ganzjährig nicht unter 16 °C fallen. Kalte Zugluft, etwa beim Stoßlüften im Winter, sollte vermieden werden.

Gießen

Der Wasserbedarf ist mäßig: gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. Im Sommer bedeutet das in der Regel etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Die Fingerprobe ist zuverlässiger als jeder starre Gießplan – stecken Sie einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde, bevor Sie zur Gießkanne greifen.

Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Wasser, das sich nach 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wird ausgeleert – Staunässe ist bei Monstera eine der häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.

Die Luftfeuchtigkeit sollte mittel sein – ideal sind 50–60 % Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter, eine Schale mit Wasser und Blähton oder die Gruppierung mehrerer Pflanzen helfen besonders im Winter.

Düngen

Für Monstera eignet sich Grünpflanzen-Flüssigdünger, verabreicht alle 2–3 Wochen von März bis September. Von Oktober bis Februar wird die Düngung eingestellt oder stark reduziert, da die Pflanze in dieser Zeit kaum wächst. Frisch umgetopfte Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits vorgedüngt ist.

Umtopfen & Erde

Ideal ist hochwertige, torffreie Grünpflanzenerde, gemischt mit etwa 20 % Perlite oder Pinienrinde. Da die Pflanze schnell wächst, wird sie meist jährlich im Frühjahr in einen Topf umgesetzt, der rundum etwa zwei bis vier Zentimeter größer ist. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht aus Blähton sind Pflicht.

  1. Pflanze am Vortag gießen, damit sich der Ballen leichter löst.
  2. Aus dem alten Topf nehmen und alte Erde vorsichtig abschütteln.
  3. Faule oder abgestorbene Wurzeln mit einer sauberen Schere entfernen.
  4. Drainage in den neuen Topf füllen, etwas Substrat darauf geben.
  5. Pflanze auf gleicher Höhe wie zuvor einsetzen, auffüllen und leicht andrücken.
  6. Angießen und einige Tage etwas schattiger stellen.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist bei Bedarf im Frühjahr möglich. Die abgeschnittenen Triebe lassen sich gleich als Stecklinge verwenden. Verwenden Sie immer ein scharfes, sauberes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden.

Überwintern

Im Winter sinkt das Lichtangebot deutlich. Stellen Sie Monstera daher möglichst nah ans Fenster, reduzieren Sie die Wassergaben und halten Sie Abstand zu Heizkörpern. Die Raumtemperatur sollte dabei nicht unter 16 °C sinken.

Ist Monstera giftig?

Leicht giftig – Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.

Profi-Tipp

Gut zu wissen: Die typischen Schlitze in den Blättern bilden sich erst an älteren Pflanzen und bei ausreichend Licht – junge Blätter sind oft noch ganzrandig.

Die häufigsten Pflegefehler

  • Zu häufiges Gießen und Staunässe im Übertopf
  • Zu dunkler Standort im Winter
  • Trockene Heizungsluft direkt über dem Heizkörper
  • Dünger im Winter oder direkt nach dem Umtopfen
  • Kaltes, kalkhaltiges Leitungswasser

Häufige Fragen

Wie oft muss man Monstera gießen?

Im Sommer etwa 1-mal pro Woche, im Winter alle 2–3 Wochen. Entscheidend ist, dass gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind.

Welcher Standort ist ideal für Monstera?

Ein Platz, der hell, ohne direkte Mittagssonne ist – zum Beispiel Ost- oder Westfenster bzw. hinter einem lichtdurchlässigen Vorhang am Südfenster.

Ist Monstera für Anfänger geeignet?

Ja, die Pflanze ist robust und verzeiht kleinere Fehler.

Ist Monstera giftig für Katzen?

Leicht giftig – Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen. Außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.