Pflanzenfibel
Gießen & Düngen

Hirschzungenfarn richtig gießen und düngen

Wie oft muss man Hirschzungenfarn gießen und welcher Dünger ist der richtige? Mit Gießplan für Sommer und Winter.

Asplenium scolopendrium3 Min. LesezeitPflegeaufwand: Einsteiger
Hirschzungenfarn – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: NasserHalaweh · CC BY-SA 4.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.

Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.

Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Bei Vergiftungsverdacht: Für Menschen in Österreich Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Informationen des Gesundheitsportals). Für Tiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Mehr Zimmerpflanzen gehen an zu viel Liebe zugrunde als an Vernachlässigung. Bei Hirschzungenfarn entscheidet vor allem die richtige Wassermenge darüber, ob die Pflanze gesund wächst oder an Wurzelfäule leidet.

Wie viel Wasser braucht Hirschzungenfarn?

Der Wasserbedarf ist mäßig. Die Grundregel lautet: gießen, sobald die oberen 2–3 cm Erde trocken sind. In der Praxis heißt das im Sommer etwa 1-mal pro Woche und im Winter alle 2–3 Wochen – abhängig von Topfgröße, Substrat, Raumtemperatur und Lichtangebot.

Gieß- und Düngeplan übers Jahr

MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Gießen
Düngen––●●●●●●●–––

Punktgröße = relative Wassermenge. ● = Düngung empfohlen.

Die richtige Gießmethode

Gießen Sie gleichmäßig von oben auf die Erde, bis das Substrat durchfeuchtet ist. Überschüssiges Wasser im Übertopf nach einer Viertelstunde ausleeren.

Gießen Sie möglichst morgens, damit überschüssige Feuchtigkeit tagsüber verdunsten kann.

Welches Wasser ist das richtige?

Ideal ist zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. In Regionen mit hartem Leitungswasser – in vielen Teilen Österreichs und Deutschlands liegt die Wasserhärte über 14 °dH – empfiehlt sich Regenwasser oder abgekochtes, abgestandenes Leitungswasser. Gerade Hirschzungenfarn reagiert empfindlich auf Kalk, was sich an braunen Blattspitzen zeigt.

Zu viel oder zu wenig Wasser?

Zu viel Wasser

  • Gelbe, weiche Blätter
  • Modriger Geruch aus der Erde
  • Braune, matschige Wurzeln
  • Trauermücken

Zu wenig Wasser

  • Hängende, schlaffe Blätter
  • Trockene, braune Blattränder
  • Erde löst sich vom Topfrand
  • Blatt- oder Knospenabwurf

Düngen: Was, wann und wie viel?

Empfehlenswert ist Grünpflanzendünger in halber Dosis, gegeben alle 3–4 Wochen von März bis September. Flüssigdünger wird einfach ins Gießwasser gemischt – halten Sie sich an die Dosierung auf der Packung oder bleiben Sie leicht darunter. Überdüngung zeigt sich durch braune Blattränder und weiße Salzkrusten auf der Erde.

Alternativ eignen sich Langzeitdünger-Stäbchen, die einmal im Frühjahr in die Erde gesteckt werden und ihre Nährstoffe über mehrere Monate abgeben. Von Oktober bis Februar wird nicht oder nur alle sechs Wochen in halber Dosis gedüngt.

Gießen im Urlaub

Für eine Woche genügt gründliches Gießen und ein etwas schattigerer Platz. Bei längerer Abwesenheit helfen Tonkegel-Bewässerungssysteme, Gießkugeln oder ein Docht in einem Wasserbehälter.

Häufige Fragen

Wie oft gießt man Hirschzungenfarn im Winter?

Alle 2–3 wochen – deutlich seltener als im Sommer.

Welcher Dünger ist für Hirschzungenfarn geeignet?

Grünpflanzendünger in halber dosis, alle 3–4 Wochen von März bis September.

Darf man Hirschzungenfarn besprühen?

Nicht notwendig; bei dieser Art kann es sogar Pilzbefall begünstigen.