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Pflege

Frauenhaarfarn Pflege: Der komplette Ratgeber

Alles über die Pflege von Frauenhaarfarn: Standort, Gießen, Düngen, Umtopfen, Überwintern und typische Fehler – verständlich erklärt.

Adiantum raddianum4 Min. LesezeitPflegeaufwand: Profis
Frauenhaarfarn – botanisches Art- oder Sortenbeispiel
Foto: Forest & Kim Starr · CC BY 3.0 · BildnachweisArt- oder Sortenbeispiel; Aussehen und Wuchs können abweichen.

Sicherheit für Menschen und Haustiere

Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.

Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.

Redaktioneller Sicherheitsstand: 10.10.2026. Diese Angaben ersetzen keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Bei Vergiftungsverdacht: Für Menschen in Österreich Vergiftungsinformationszentrale: 01 406 43 43 (Informationen des Gesundheitsportals). Für Tiere eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Frauenhaarfarn gehört zu den Zimmerpflanzen, die mit wenigen, aber richtigen Handgriffen über viele Jahre gesund bleiben. Die Art stammt aus der Familie der Saumfarngewächse und ist ursprünglich in Südamerika beheimatet. Die Pflanze gilt als anspruchsvoll: Sie verzeiht Pflegefehler selten und belohnt Sorgfalt mit besonders schönem Wuchs.

In diesem Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei der Pflege ankommt – vom idealen Standort über das richtige Gießen bis hin zum Umtopfen und Überwintern.

Steckbrief auf einen Blick

Botanischer Name
Adiantum raddianum
Familie
Saumfarngewächse
Herkunft
Südamerika
Licht
halbschattig bis schattig
Gießen
reichlich – 2- bis 3-mal pro Woche im Sommer
Luftfeuchte
hoch
Mindesttemperatur
15 °C
Wuchs
mittel, bis ca. 40 cm
Pflegeaufwand
Profis
Sicherheit
Giftigkeit nicht abschließend geprüft

Standort

Frauenhaarfarn bevorzugt einen Platz, der halbschattig bis schattig ist. Gut geeignet sind Nord- oder Ostfenster bzw. 2–3 m vom Südfenster entfernt. Als Richtwert gelten 500–2.000 Lux – ein Wert, den Sie mit einer kostenlosen Lichtmesser-App am Smartphone grob überprüfen können.

Die Temperatur sollte ganzjährig nicht unter 15 °C fallen. Kalte Zugluft, etwa beim Stoßlüften im Winter, sollte vermieden werden.

Gießen

Der Wasserbedarf ist reichlich: den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe. Im Sommer bedeutet das in der Regel 2- bis 3-mal pro Woche, im Winter etwa 1-mal pro Woche. Die Fingerprobe ist zuverlässiger als jeder starre Gießplan – stecken Sie einen Finger einige Zentimeter tief in die Erde, bevor Sie zur Gießkanne greifen.

Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser. Wasser, das sich nach 15 Minuten im Untersetzer oder Übertopf sammelt, wird ausgeleert – Staunässe ist bei Frauenhaarfarn eine der häufigsten Ursachen für Wurzelfäule.

Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein – mindestens 60 %, besser 70 % Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter, eine Schale mit Wasser und Blähton oder die Gruppierung mehrerer Pflanzen helfen besonders im Winter.

Düngen

Für Frauenhaarfarn eignet sich Grünpflanzendünger in halber Dosis, verabreicht alle 3–4 Wochen von März bis September. Von Oktober bis Februar wird die Düngung eingestellt oder stark reduziert, da die Pflanze in dieser Zeit kaum wächst. Frisch umgetopfte Pflanzen benötigen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits vorgedüngt ist.

Umtopfen & Erde

Ideal ist lockere, humusreiche Erde mit Kokosfasern und etwas Perlite, leicht sauer. Umgetopft wird etwa alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr in einen Topf umgesetzt, der rundum etwa zwei bis vier Zentimeter größer ist. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht aus Blähton sind Pflicht.

  1. Pflanze am Vortag gießen, damit sich der Ballen leichter löst.
  2. Aus dem alten Topf nehmen und alte Erde vorsichtig abschütteln.
  3. Faule oder abgestorbene Wurzeln mit einer sauberen Schere entfernen.
  4. Drainage in den neuen Topf füllen, etwas Substrat darauf geben.
  5. Pflanze auf gleicher Höhe wie zuvor einsetzen, auffüllen und leicht andrücken.
  6. Angießen und einige Tage etwas schattiger stellen.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist in der Regel nicht notwendig. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder vertrocknete Blätter möglichst nah an der Basis. Verwenden Sie immer ein scharfes, sauberes Werkzeug, um Infektionen zu vermeiden.

Überwintern

Im Winter sinkt das Lichtangebot deutlich. Stellen Sie Frauenhaarfarn daher möglichst nah ans Fenster, reduzieren Sie die Wassergaben und halten Sie Abstand zu Heizkörpern. Die Raumtemperatur sollte dabei nicht unter 15 °C sinken.

Ist Frauenhaarfarn giftig?

Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor.

Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.

Profi-Tipp

Gut zu wissen: Schon ein einziges vollständiges Austrocknen lässt die zarten Wedel vertrocknen.

Die häufigsten Pflegefehler

  • Austrocknen des Wurzelballens, besonders im Sommer
  • Pralle Mittagssonne, die zu Verbrennungen führt
  • Trockene Heizungsluft direkt über dem Heizkörper
  • Dünger im Winter oder direkt nach dem Umtopfen
  • Kaltes, kalkhaltiges Leitungswasser

Häufige Fragen

Wie oft muss man Frauenhaarfarn gießen?

Im Sommer 2- bis 3-mal pro Woche, im Winter etwa 1-mal pro Woche. Entscheidend ist, dass den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe.

Welcher Standort ist ideal für Frauenhaarfarn?

Ein Platz, der halbschattig bis schattig ist – zum Beispiel Nord- oder Ostfenster bzw. 2–3 m vom Südfenster entfernt.

Ist Frauenhaarfarn für Anfänger geeignet?

Eher nicht. Sie eignet sich für erfahrene Pflanzenfreunde.

Ist Frauenhaarfarn giftig für Katzen?

Für diese Pflanze liegt hier noch keine abgeschlossene, quellenbelegte Giftigkeitsprüfung für Menschen, Katzen und Hunde vor. Eine fehlende Bestätigung bedeutet weder Giftigkeit noch Unbedenklichkeit. Nicht verzehren und bis zur Klärung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren halten; bei vermuteter Aufnahme fachlichen Rat einholen.